GESCHAFFT? GESCHAFFT! WIE MAN SEINEN KETONSPIEGEL MISST.

Noch in Glukose oder schon in Ketose? Die Messung der Keton-Konzentration verrät, ob die Stoffwechselumstellung erreicht ist.

Das Hungergefühl ist verschwunden, die Gedanken sind glasklar und im Mund hat sich einen fruchtigen Geschmack breit gemacht. Wer sich so fühlt, nachdem er Tage und Wochen mit Nebenwirkungen verbracht hat, kann sich freuen: Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist er über den Berg.

Allerdings ist die Umstellung des Stoffwechsels zwischen Glukose und Ketose kein Schalter, den man umlegt. Es gibt Zwischenzustände zwischen Null- und hoher Konzentration von Ketonen in Blut, Urin und Atemluft. Wer wissen will, wo er steht, sollte nachmessen. Den Bedarf dazu gibt es nicht nur im Internet, sondern auch in der Diabetiker-Abteilung der örtlichen Apotheke.

Keton-Messung über den Urin

Die Messung der Ketonkonzentration im Urin ist die einfachste und billigste Methode (Kostenpunkt: etwa 10 Euro für 50 Keto-Sticks). Zwar ist sie weniger genau als die übrigen Methoden, für Keto-Einsteiger aber leistet sie gute Dienste. Der ideale Messzeitpunkt ist der erste Toilettengang nach dem Aufstehen. Pink oder Lila auf dem Teststreifen bedeutet: Der Körper produziert Ketonkörper, die Umstellung ist geschafft.

Die Erhaltungs-Phase: Endlich Ketose

Keton-Sticks messen, ob der Urin Aceton enthält, eine der drei biochemischen Ketonkörper-Substanzen, die bei Glukosemangel von der Leber aus Fettsäure gebildet werden. Über die Qualität der Ketose liefern Keto-Sticks keine Informationen, eher darüber, ob im Urin überhaupt Ketonkörper enthalten sind.

Allerdings reagieren Keto-Sticks auch auf veränderte Werte, die durch andere Ursachen hervorgerufen sind, etwa gestörte Zuckerverwertung (Diabetes etc.), Alkoholismus, Hunger, Durchfälle oder angeborene Stoffwechselkrankheiten. Auch durch Sport können die Urin-Werte beeinflusst werden. Dazu kommt: Mit fortlaufender Keto-Adaption lernt der Körper, nur so viele Ketonkörper zu produzieren, wie er wirklich braucht. Daher ist nach einigen Wochen in Ketose manchmal nur noch wenig oder kein unverbrauchtes Acetoacetat im Urin mehr bestimmbar. Wem das zuviele Unsicherheitsfaktoren sind, der sollte eine andere Messmethode wählen.

Keton-Messung über das Blut

Blutwerte erlauben eine deutlich präzisere Diagnose über den Stoffwechsel-Status, da hier Beta-Hydroxybutyrate gemessen werden, eine weitere biochemische Ketonkörper-Substanz neben Aceton. Der ideale Zeitpunkt für den Pieks in die Fingerkuppe ist morgens, auf nüchternen Magen.

Keton-Messung über das Blut

Allerdings hat die Genauigkeit ihren Preis: Nicht nur das Blutmessgerät muss angeschafft werden (Kostenpunkt: ca. 40 Euro), auch die Teststreifen sind vergleichsweise teuer (ca. 1,40 Euro pro Messung). Nachdrücklich empfohlen wir die Blutmessung für Menschen, die sich aufgrund einer Krankheit ketogen ernähren, denn sie kann ein direktes Feedback auf die Zusammensetzung jeder einzelnen Mahlzeit geben.

Keton-Messung über die Atemluft

Das handelsübliche Gerät für die Messung von Ketonen, die in der Atemluft enthalten sind, ist der sogenannte Ketoscan. Dabei handelt es sich um ein wiederverwendbares Testgerät, das per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden wird. Der Ketoscan misst die Konzentration von Aceton in der Atemluft. In Sachen Genauigkeit kann er mit dem Bluttest nicht ganz mithalten, auch ist der Anschaffungspreis mit bis zu 160 Euro recht hoch. Dafür bleibt dem Nutzer die Blutabnahme und das Nachkaufen von Teststreifen erspart.

Keton-Messung über die Atemluft

Nur wenige Sekunden muss gepustet werden, um die Acetone aus der Lunge zu bekommen. Der Stoffwechselzustand lässt sich bequem auf dem Smartphone ablesen. 

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